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Schachenmayr BirthdayBash im Schwarzwald: Catania wird 30 und Regia 70!

Geburtstage sollte man feiern. Ganz besonders runde Geburtstage. Und wenn die Geburtstagskinder einfach was ganz besonderes sind, dann erst recht! So haben das Team von Schachenmayr bzw. MEZ zur Party nach Herbholzheim geladen – genauer gesagt in den Showroom. Das ist zwar schon einige Wochen her (Das Bloggertreffen fand am 09.03.2019 statt), aber von guten Partys erzählt man öfter und vor allem auch noch lange nach dem Geburtstag. Hier also mein Bericht von meiner Expidition in den Süden:

cof
Happy Birthday, Catania!

FREITAG, 08.03.2019

Ich bin ziemlich aufgeregt, das muss ich zugeben. Nicht (nur) wegen des Bloggertreffens, darauf freue ich mich und erfahrungsgemäß weiß ich, dass solche Treffen mit anderen Wollverrückten nur gut werden können. Der Hauptgrund für meine Aufregung: ich kleiner Heimpupser fahre in den Süden. Ganz weit in den Süden. Nicht an den Südpol, aber der südlichste Punkt an dem ich in meinem ganzen Leben war ist Königswinter bei Bonn. Und nun soll ich ganz allein von Bochum nach Riegel (dort ist das Hotel) fahren, durch x Bundesländer, mit mehren Umstiegen in Städten in denen Menschen einen Dialekt sprechen, den ich kaum verstehe. Allein. Die Freude überwiegt und so mache ich mich auf den Weg.

 

Ich muss zugeben, dass es südlich vom Ruhrgebiet echt wesentlich schöner ist..
Wie dem auch sei: in Mannheim treffe ich bereits Simone von ms.eni und reise die nächsten 1,5 Stunden mit ihr zum Ziel. Sie hat mir ihr neues Buch mitgebracht (hier klicken für einen Bericht darüber) und ich habe einen kleinen Fangirlmoment – die Autorin des Häkelbuchs des Jahres sitzt neben mir. Schon cool.
Wir kommen abends recht spät in Riegel-Malterdingen an, laufen zum Hotel und dort sind die meisten Blogger schon angereist. Es wird zusammen gegessen und gequatscht, gehäkelt und gestrickt. Freunde, das ist so ein toller Anblick: eine riesige Tafel voll mit leckerem Essen und wirklich jeder hat ein Knäuel Wolle und die passenden Nadeln dabei. Daran könnte ich mich gewöhnen – ja, ich weiß: das Leben ist keine Häkelparty, aber ich wünschte, dass es so wäre.

SAMSTAG, 09.03.2019

Das eigentliche Bloggertreffen findet heute statt. Wie schon anfangs erwähnt, finde das Black Forest Crafts statt, weil Catania 30 wird und Regia (die beliebte Sockenwolle) 70 – zusammen sind die beiden also 100 Jahre alt und ich muss schon sagen: das ist ordentlich.
Wir treffen uns im Hotel zum gemeinsamen Frühstück (Schachenmayr haben uns wirklich nicht hungern lassen, aber dazu gleich mehr..) und dann geht es schon los. Auf verschiedene Autos aufgeteilt fahren wir in den Schachenmayr Showroom ins zwei Orte entfernt liegende Herbholzheim. Von außen ist das Gebäude übrigens sehr unscheinbar, ich wäre daran vorbei gefahren. Wie so oft im Leben auch zählen jedoch die inneren Werte und die haben es in sich! Ich bin immer noch ganz verliebt und hoffe ja, dass ich mein Bett und meinen Kühlschrank dort aufstellen kann. Mietpreis: meine Seele. Was sagt ihr, liebes Schachenmayr Team?
Übrigens sind die hier gezeigten Bilder wirklich nur Mini-Impressionen. Mehr findet man in meinen Instagram Highlights (klick) und bei den anderen Bloggern, die anwesend waren. Ich habe sie ganz unten alle mit ihrem Instagram Profil verlinkt. Von dort kommt man ganz schnell auf jeden Beitrag, jedes Video, jedes Posting. Durchklicken lohnt sich.

 

Nach einer kleinen Tour auf eigene Faust gab es einen Vortrag von Schachenmayr bzw. MEZ Team über Regia und Catania. Wo wird die Wolle produziert, welche Arbeitsschritte gibt es? Wie wird aus der Pflanze das fertige Knäuel? Caro von carosfummeley hat die beiden Vorträge wirklich sehr schön zusammen gefasst – klick.

 

Wusstest du, dass Catania mittlerweile für Spielzeugherstellung zertifiziert ist? Oder, dass Regia eine Garantie für Knötchenfreiheit und 10 Jahre Haltbarkeit bietet? Aber: dass es mittlerweile 100 Catania Farben gibt, weißt du sicherlich oder?
Während des Vortrags wurde selbstverständlich fleißig gehandarbeitet und anschließend gab es einen kleinen Mittagssnack.  davZeit für ein bisschen gegenseitiges Beschnuppern, Fachsimpeln, Gegenseitiges Bestaunen der Wollwerke, Planung von neuen Projekten..

Wie gesagt: Schachenmayr haben sich wirklich toll um unser leibliches Wohl gekümmert. „Vielleicht ein wenig zu toll..“ – sagte meine Waage am Montag.
cof

Nachdem wir alle wieder gestärkt waren, haben wir angefangen einen Koffer zu packen. Nicht um abzureisen – nein: Einen Koffer voll Wolle haben wir gepackt. Dazu haben Schachenmayr (bzw. die Piraten vom Frickelcast, die dem Account am Samstag gekapert hatten) ein Live Video auf Instagram gestartet. Jeder durfte sich im Vorfeld Wolle oder eine Anleitung oder Nadeln aussuchen und hat diese dann in den Koffer gelegt. Was ich genommen habe? Selbstverständlich die Regia Cotton Tutti Frutti in Kiwi – einfach, weil ich die Idee Obstsocken herzustellen ganz großartig finde und weil mich dieses Garn mal dazu motiviert hat Socken zu stricken (die ich nach mehreren Monaten immer noch nicht fertig habe, aber: gut Ding will Weile haben..!). Im Endeffekt sind im Koffer extrem viele Knäuel Wolle gelandet, Anleitungen und co. Das Beste: der Koffer wird weitergefüllt und bald verlost. Um ihn zu gewinnen solltest du Schachenmayr auf den sozialen Netzwerken folgen – Details kommen bald!

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Und das ist Stefanie vom Schachenmayr Team – so eine nette Frau!

Nach dem Koffer packen haben wir uns an mehrere Tische verteilt – an jedem Tisch wurde ein anderes Projekt durchgeführt: es gab Tasselinchen-Projekte, Pompom-Kreativität und selbstredend einen Häkeltisch. Und wo konnte man mich wohl finden? Dingdingding! Ich habe im Showroom ein Knäuel Catania Color im Einhornfarbverlauf finden können (bzw. habe es mir finden lassen :D) und habe daraus meinen Melvin gezaubert – den Melvin würde ich euch liebend gerne zeigen nur leider ist er auf der Heimfahrt verschollen. Macht nix, das Foto vom Garn habe ich ja:

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Ich bin ein bisschen (aber wirklich nur ein winzig kleines mini bisschen..) verliebt in den Verlauf. Ach ja, Melvin sah echt toll aus! dav
Es wurde gequtascht, gelacht, Polaroid Bilder wurden geschossen und anschließend gab es eine Goodie Bag für jeden – und wir durften durch die Heiligen Hallen laufen und uns noch das ein oder andere Knäuel einpacken.

Ich muss gestehen, dass ich wirklich traurig war, als ich den Showroom verlassen habe – klar, das Leben besteht nicht nur aus Wolle und Showrooms, aber nichtsdestotrotz war es ein komisches Gefühl: all die Blogger sind so nett gewesen, der Austausch tat so gut – endlich nicht mehr dieses außerirdischen Gefühl wenn man außerhalb der Wohnung häkelt. Das Team von Schachenmayr war wirklich sehr lieb und ich habe mich sehr willkommen gefühlt. Das Wissen darum dass Herbholzheim nicht gerade ums Eck ist und es wahrscheinlich etwas dauern wird bis ich wieder dort bin, hat ein wenig geschmerzt. Solche Tage sollten nie vergehen dürfen. Und auch wenn ich bettel und flehe, so weiß ich doch, dass mich Schachenmayr wohl kaum in ihrem Showroom leben lassen werden (an dieser Stelle nochmal: BITTE!).
Das Bloggertreffen hatte wirklich alles, was eine gelungene Geburtstagsfeier braucht: Wolle, Geschenke, tolle Gäste, Kuchen, Sekt und eine super Tagesgestaltung.

cof
Die Damen vom Frickelcast

Nach der obligatorischen Schwarzwälderkirschtorte ging es dann wieder zurück zum Hotel für eine kleine Pause. Danach: ab zusammen nach Riegel Mitte um dort gemeinsam schwäbisch zu essen, ein Gläschen Vino zu trinken und – wie kann es anders sein – ein bisschen zu häkeln und stricken.


Als Überraschung hat Steffi von Schachenmayr eine Pinata vorbereitet und darin: Catania Crochet Minis (die es nicht mehr zu kaufen gibt) und eine Losnummer. Jeder Losnummer wurde ein kleines handgenähtes Beutelchen zugeordnet und darin: Wolle. Was auch sonst? Eine wirklich süße Idee (ich verweise auch hier nochmal auf die Story Highlights auf Instagram).
Ziemlich spät ging es dann zurück ins Hotel und dort lag ich dann abends im Bett, müde und glücklich und ein wenig traurig: was für ein großartiges Bloggertreffen, was für liebe Menschen!

SONNTAG, 10.03.2019

Irgendwann ist auch das schönste Event vorbei und so ging es für mich am Sonntag um 11 Uhr morgens wieder gen Heimat.
Auch wenn es nichts mehr mit dem Treffen zu tun hat, muss ich doch schildern wie meine Heimfahrt abgelaufen ist – Spoiler: ich war die letzte die Zuhause angekommen ist.
Morgen schon hatte ich die Bahn App geöffnet und las über den kommenden Sturm – „jaja, die müssen ja warnen, wird schon“, hab ich mir gedacht. Oh, Freunde! So naiv und gutgläubig werde ich nie wieder sein!
Es kam wie es kommen musste: mein erster IC hatte Verspätung sodass ich eine alternative Route gefahren bin. Durch etliche kleine und große Probleme kam aber auch die alternative Route mehr als eine Stunde später in Köln an. Dort rannte ich zum nächsten Gleis um meinen letzten Zug zu bekommen (Ich war in Bochum mit einem Freund zum essen verabredet – halbstündlich rief ich ihn an um zu erzählen, dass es später wird und später und später. Zum Schluss war ich nur noch ein Bündel Nerven..^^). Seltsamerweise gingen die Türen nicht auf und ich hörte nur die Durchsage, dass der Fernverkehr in NRW aufgrund des Sturms eingestellt ist.
Gut, nehm ich halt eine Regionalbahn. Dauert dann zwar länger, aber immerhin zuhause. Und so steig ich noch relativ gut gelaunt in die Bahn und konnte mein Glück kaum fassen, als diese endlich losfuhr – Bald bin ich zuhause! Nach nur einer haltestelle (in der Metropole Düren..) kam die Bahn zu stehen und fuhr nicht weiter. Kmplette Einstellung aller Züge aufgrund von Sturm. So stand ich da, in Düren, kaum noch Akku auf dem Handy, nix im Magen und mit einer Blase so voll wie Onkel Heribert an Heiligabend.
Was machen? Taxi nach Düsseldorf und dann mit Bus und Bahn? Kostenpunkt mindestens 60 Euro. Mein Bargeld in der Tasche: 10 Euro..
Jemanden anrufen, der mich aus Düren holt? Viel zu gefährlich, weil Sturm und und und..
Glücklicherweise habe ich in Düren eine Gruppe Studenten aus Dortmund getroffen und diese haben mich mit dem Auto bis Dortmund mitgenommen. An dieser Stelle – auch wenn er es vermutlich niemals lesen wird – Danke, lieber Felix.
Dort holte mich dann eine liebe Freundin ab – das nenne ich eine Rückreise. Ich glaube, ich war noch nie so froh wieder im Pott zu sein. ❤

Und damit das Ganze hier nicht allzu negativ endet, habe ich euch mal alle Handyfotos hochgeladen zum durchklicken.
Vergesst nicht den anderen Bloggern einen kleinen Besuch abzustatten!

 

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Ein Kommentar zu „Schachenmayr BirthdayBash im Schwarzwald: Catania wird 30 und Regia 70!

  1. Ein toller Bericht über dieses tolle Bloggertreffen im Schwarzwald. Auch, wenn ich natürlich wie drölfmillionen anderer Wollverliebter dabei gewesen wäre: Deine Rückfahrt hätte ich so auch nicht haben wollen 🙈 Aber gut, dass du wieder Zuhause angekommen und nicht im Sturm verschollen bist und wir uns daher einige Wochen später in Köln treffen konnten ❤😊

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